12. Juni 2026

Meine Werkstatt neu gedacht: Warum ich auf modulare Aufbewahrung setze

Wer eine Heimwerkstatt hat, kennt das Chaos. Schrauben, Bits, Kabelbinder, kleine Dübel – alles liegt in einer Kiste. Man sucht, wird nicht fündig, kauft nochmal. So ging es mir jahrelang. Dann habe ich angefangen, mein System komplett umzubauen. Der Auslöser war ein Blogbeitrag über modulare Ordnungssysteme, die man an der Wand montiert. Ich war skeptisch. Wieder so ein teurer Kram, dachte ich. Aber die Idee, Behälter frei kombinieren und jederzeit umstecken zu können, ließ mich nicht los.

Ich habe dann selbst gebaut. Eine Lochplatte aus 18 mm Sperrholz, lackiert mit Filzuntersetzer-Resten. Dazu ein Satz einfacher Haken aus dem Baumarkt. Und dann kamen die Behälter. Statt starren Boxen verwendete ich durchsichtige Kunststoffdosen mit Deckel, die ich mit Kabelbindern an den Haken befestigte. Es funktionierte, aber die Dosen waren zu klein, zu groß, oder sie fielen runter, wenn ich etwas herausnahm.

Dann stieß ich auf die Navaris-Behälter-Serie. Die sind etwas breiter, haben einen Schnappverschluss und passen exakt auf die Rastermaße einer handelsüblichen Lochplatte. Ich habe zwei Sätze bestellt. Seither hat sich mein Arbeitsplatz total verändert. Nicht teurer, aber durchdachter. Ein richtiger Fortschritt.

Worauf es bei der Auswahl der Behälter ankommt

Nicht jede Box taugt für die Wand. Entscheidend sind drei Dinge: die Rastung an der Rückseite, die Stabilität des Deckels und die Möglichkeit, Behälter zu stapeln, wenn man sie doch mal loslöst. Die Navaris-Behälter haben auf der Unterseite eine kleine Nut, die in einen am Haken angebrachten Steg einrastet. Das hält bombenfest. Selbst wenn ich einen vollen Behälter mit 200 Gramm Schrauben herausnehme, ruckt nichts.

  • Rückseite: Sie muss einen festen Sitz am Haken oder an der Schiene haben. Kein Spiel.
  • Deckel: Durchsichtig und gut schließend. Sonst fällt dir beim Öffnen der Inhalt entgegen.
  • Boden: Leicht abgerundet, damit man die Box auch mit einer Hand greifen kann.
  • Größe: Nicht zu tief. Maximal 6 cm Tiefe, sonst ragt die Box über die Lochplatte hinaus.

Ich habe auch einfache Joghurtbecher probiert, aber die sind zu leicht und knicken ein. Die Navaris-Boxen haben eine angenehme Wandstärke. Man spürt, dass sie nicht sofort brechen, wenn sie mal runterfallen. Bisher ist mir keine kaputtgegangen. Das ist mir wichtig, weil ich nicht ständig Ersatz nachkaufen will.

Meine Anordnung – ein Baukasten für jedes Projekt

Meine Lochplatte hängt über der Werkbank. Links oben: Bits und Bohrer. Mittig: Schrauben in den gängigsten Größen (3 mm, 4 mm, 5 mm). Rechts: Kleinteile wie Unterlegscheiben, Muttern, Kabelbinder. Jeder Behälter ist beschriftet – mit einem wasserfesten Stift direkt auf den Deckel. Das hält seit einem Jahr.

Das System wächst mit. Vor zwei Wochen habe ich mir einen dritten Satz Behälter besorgt, weil ich anfing, Messingbeschläge zu sammeln. Ich habe einfach die untere Reihe erweitert. Kein Umbau, kein neues Regal. Das ist der größte Vorteil: Du musst nicht von Anfang an alles festlegen. Du fängst mit einem kleinen Satz an, und wenn du siehst, was fehlt, kaufst du genau das passende Teil nach.

  • Bits: 6er-Set in einem Behälter, 4er-Set im nächsten.
  • Schrauben: sortiert nach Kopfform (Senkkopf, Linsenkopf).
  • Dübel: getrennt nach Nenngröße 5, 6, 8 mm.
  • Sonstiges: Ösen, Haken, kleine Magnete.

Ich habe auch einen Behälter mit Ersatz-Klingen für mein Cuttermesser. Das war früher immer eine Sucherei. Jetzt greife ich ihn einfach von der Platte. Das spart Zeit und Nerven.

Eine gut organisierte Werkstatt ist keine Frage des Geldes, sondern der Entscheidung, jeden Gegenstand an seinen festen Platz zu setzen. Das Navaris-System hat mir geholfen, diese Entscheidung konsequent umzusetzen.

Seitdem ich die Lochplatte mit den modularen Behältern habe, suche ich fast nie mehr nach Kleinteilen. Ich arbeite konzentrierter, weil ich nicht ständig unterbrochen werde. Und wenn ich mal ein neues Projekt starte, kaufe ich einfach die passenden Behälter nach. Das System bleibt offen, flexibel und vor allem: bezahlbar. Wer seine Werkstatt aufräumen will, sollte sich genau überlegen, was er wirklich braucht. Für mich war der Wechsel zu einer modularen Lösung der beste Schritt seit Jahren.